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Das Leben ist schön

 

Gestatten…?

 

Vielleicht ist es der letzte Brief, welchen ich schreibe, aber ich versuche die Geschichte der letzten zwei Jahre aufzuschreiben. Mein Name ist Helga Schwaller, bin 47 Jahre, allein erziehend, mit einer Tochter im Alter von 17 Jahren und einen Sohn, der jetzt 14 ist.

Bis vor zwei Jahren hatte ich noch eine heile Welt, obwohl mein Mann vor einigen Jahren unsere Familie verlassen hatte, irgendwo im Ausland jobbt, ohne auch nur nach den Kindern zu fragen, vom Kindesunterhalt möchte ich lieber gleich schweigen. Habe sehr gut verdient, ein sorgenfreies Leben, bis…

 

Jeder Mensch ist ersetzbar!

 

Als ich vor gut zwei Jahren die Kündigung seitens meines Arbeitgebers bekam, so brach für mich erstmal eine Welt zusammen. Durch enormen Auftragsrückgang; so gehörte ich zu den „Auserwählten“, die im Rahmen eines „Sozialplanes“ für den Arbeitsmarkt frei gesetzt worden. Trotzdem war ich guter Dinge, hatte immer meine Arbeit zuverlässig erledigt, war pünktlich, auch Überstunden habe ich nie gescheut, werde doch schnell wieder einen Job finden; so dachte ich. Wollte doch nicht zu den Losern gehören, die Kopf-in-den-Sand-steckend darauf warten, bis der Weihnachtsmann einen Job vorbeibringt. War sehr optimistisch, da die Politiker immer sagen, wer Arbeit will, der findet auch. Diese Leute müssen es ja wissen, da sie den Überblick haben. Hatte auch Anfangs kein Problem, innerhalb kürzester Zeit hatte ich auch den Bescheid wegen Arbeitslosengeld. Es war zwar einiges weniger, als ich vorher verdiente, aber zum Leben reicht es. Bestimmt werde ich bald einen Job finden. Das Arbeitsamt schickte mich auch gleich zu einem einwöchigen Bewerbungstraining, wo mir vermittelt wurde, wie ich mich richtig bewerben kann, auch das Schreiben von Bewerbungsunterlagen lernte ich da. Laut Aussage des dortigen Bewerbungstrainers sind wir schnell wieder im aktiven Arbeitsleben, wenn wir uns nach diesen Richtlinien halten und immer positiv denken. Hab mir auch gleich nen PC mit Drucker gekauft, um dann zu Hause das Erlernte zu festigen und um auch selbstständig Bewerbungen zu schreiben. Auch sollten wir dann in unsere Unterlagen eintragen, dass wir erfolgreich an einer EDV Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen haben. Mit diesem Kurs hätten wir sogar Chancen im kaufmännischen Bereich. Eine Urkunde darüber wurde uns am letzen Tag auch gleich mitgegeben. Im Prinzip war ich stolz auf mich, denn ab sofort konnte ich mich auch als Spezialist für EDV wähnen und versuchen, im Büro unterzukommen. Auch schön, nicht mehr der Knochenarbeit in den Fabrikhallen zu fronen. Sofort nach dem Lehrgang schrieb ich eine Bewerbung nach der Anderen. Hatte sogar das Glück zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu sein. Brauchte aber diesbezüglich ein Arbeitszeugnis. Kein Problem, ging sofort in meine alte Firma zum Chef, des ließ sofort seiner Sekretärin ein Arbeitszeugnis für mich ausstellen, welches sogar sehr gut klang. Bei der Verabschiedung von meinem Chef, da versprach mir dieser, dass, sobald sich die Auftragslage gebessert habe, er sofort wieder auf mich zurückgreifen würde. Das machte mich auch wieder sehr optimistisch. Aber da ich nun einmal in der Firma war, so wollte ich wenigstens den verbliebenen alten Kollegen ein kräftiges „Hallo“ hinschmettern. Hatte sie lange nicht mehr gesehen, die Pausengespräche fehlen mir. Als ich die Hallentür aufmachte, so kam mir der gewohnte Krach entgegen. Nur was ich komisch fand, es waren viele mir unbekannte Leute an den Maschinen. Als ich den Vorarbeiter fragte, was denn hier los sei, so erwiderte er mir, dass sie sich nicht mehr vor Aufträgen retten können, und deshalb Leiharbeiter eingestellt haben. Hmmm, wie war das, was mir der Chef soeben sagte, ich meine das, wenn sich die Auftragssituation bessert? Bin ich im falschen Film?

…„Ist das Leben nicht schön?“

 

 

 

Die Zeit vergeht

 

Mittlerweile sind auch schon 12 Monate rum, Tja, wie die Zeit vergeht. Kann kaum noch zählen, wie viele Bewerbungen ich da durch meinen Drucker gejagt und zum Briefkasten geschleppt habe. Entweder Absagen oder gar keine Antwort. Und; das Arbeitslosengeld ist ausgelaufen. Jetzt muss ich zur ARGE um alles neu zu beantragen. Dachte, das wird net so schlimm sein, mache ich mit Links. Kann mich auch noch sehr gut an die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft meines Vermittlers vom Arbeitsamt erinnern. Aber; ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich meine nicht die unzähligen Papiere, die vor mir zum Ausfüllen lagen, sondern die Arroganz, die Kälte, welche die Mitarbeiter der ARGE vermitteln. Irgendwie menschenverachtend. Langsam begann ich an mir zu zweifeln, fühlte mich wirklich wie ein Mensch dritter oder vierter Klasse. Als erstes musste ich meine Wohnung wechseln, weil die zu groß und zu teuer war. Mit Glück habe ich dann eine der vielen kommunalen Sozialwohnungen in einer Plattenbausiedlung am Stadtrand ergattert. Habe sogar mein Auto verkauft, um den Umzug zu bezahlen. Habe mich gefragt, wie ich da landen konnte, verschmierte Hauswände, nachts krakeelende Jugendliche, und, und, und…

Leider hatte ich keine andere Wahl. Bis ich dann das Geld von der ARGE erhielt vergingen sage und schreibe vier Monate, entweder sind die Papiere verloren oder der Sachbearbeiter war im Urlaub. War sogar gezwungen, das Sparbuch meiner Kinder aufzulösen, damit wir einigermaßen über die Runden kamen. Dass ich ab jetzt nur noch im Discounter einkaufen kann, war schon schlimm, aber dass ich noch darauf angewiesen bin, bei den Tafeln zu schnorren, das war mir peinlich. Auch dort wurde ich irgendwie schief angesehen.

…„Ist das Leben nicht schön?“

 

Bin stolz auf meine Tochter, obwohl…

 

Langsam haben wir uns trotzdem einigermaßen an das neue Umfeld eingewöhnt, obwohl ich in der verrufendsten Gegend der Stadt wohne. Auch wenn meine Kinder Angst auf dem Nachhauseweg von der Schule hatten, weil dort viele kiffende und alkoholisierende Menschen den Weg belagerten. Leider war die Arbeitssuche dadurch noch schwieriger. Ein Personalchef  gab mir durch die Blume zu verstehen, wenn ich dort wohne, da habe ich kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Damit hat er wohl leider recht.

Dann kamen auch noch andere Probleme. Innerhalb von zwei Tagen gaben sowohl der Kühlschrank als auch die Waschmaschine durch einen Stromschlag den Geist auf. Da ich aber kurz vorher aus Kostengründen die Hausratsversicherung gekündigt hatte, so hatte ich von dort nichts zu erwarten. Eine Nachbarin erzählte mir, dass die ARGE bei der Beschaffung von Hausrat behilflich ist, soweit erforderlich. Also wieder aufs Neue, Anträge ausfüllen, sich demütigend unterwerfen, wieder mal das Gefühl zu haben, ein Stück Dreck wert zu sein. Nach vier Wochen kam dann ein Mitarbeiter der ARGE, begutachtete alles, verließ lediglich meine Wohnung mit dem Hinweis, dass ich in den nächsten Tagen Bescheid bekomme.  Es vergingen zwei Wochen, drei Wochen…bis jetzt habe ich noch keine Antwort. Eines Abends kam meine Tochter zu mir und drückte mir 700 Euro in die Hand. Ich schüttelte mit dem Kopf und fragte sie woher sie das Geld hatte. Mit hochrotem Kopf sagte mir meine Tochter die Wahrheit. Ich war schockiert. Sollte ich nun Lachen, weinen oder sie schimpfen. Sie offerte mir, dass sie seit ein paar Wochen auf den Strich ging. Auch die Zusage, dass nur Beamte, Stadträte und Anwälte, also keine solchen unterprivilegierten Sexmonster, zu ihrem Kundenkreis gehören konnte mich nicht wirklich beruhigen. Aber; vielleicht kann man diese Leute ja mal brauchen. Immerhin sind dies Menschen des öffentlichen Lebens. Jedenfalls wurde ich hochrot im Kopf, schämte mich, dass meine Tochter so etwas auf sich nahm, um mich zu unterstützen. Hatte nie gewusst, wie sehr sie mich liebt. Wir fielen uns gegenseitig in die Arme und begannen zu weinen. Die Waschmaschine und der Kühlschrank waren schnell gekauft. Seit diesem Tag war das Leben auch angenehmer, endlich richtig Butter auf dem Brot, keine ALDI-eingeschweißte Wurst mehr, sondern vom richtigen Bäcker und noch vieles mehr. Anfangs lag zwar ein fader Beigeschmack auf dem Essen, weil meine Tochter sich dafür hergeben musste, aber mit der Zeit gewöhnte man sich daran, einen normalen Lebensstandard zu haben. Konnte auch wieder mal Shopping gehen, schöne Kleidung haben, endlich wieder auch mal an mich denken.

…„Ist das Leben nicht schön?“

 

Steil bergab

 

Irgendwie hatte ich schon eine Vorahnung, dass es nicht immer so weiter geht. Eines Tages war doch eine Razzia auf dem Straßenstrich und meine Tochter wurde hat’s erwischt. Da standen sie da, die Polizei vor meiner Haustür. Sie erzählten mir, dass meine Tochter auf dem Straßenstrich verhaftet wurde und dass meine Tochter auf Grund dessen, sie noch minderjährig ist übergangsweise in ein Heim gesteckt wird. Eine Woche später bekam ich dann einen Brief vom Jugendamt mit der Mitteilung, dass meine Tochter bis zur Volljährigkeit in einem Heim untergebracht wird, ich aber keine Erlaubnis bekomme, sie zu sehen, da ich einen sehr schlechten Einfluss auf sie habe. Irgendwie war ich sehr geknickt, nicht deshalb, weil die „fetten Jahre“ vorbei sind, sondern ich noch lange Zeit warten muss, bis ich meine Tochter wieder sehe. Dabei hatte sie das alles nur für uns getan, uneigennützig. Seitdem habe ich kaum etwas von meiner Tochter gehört, lediglich erfahren, dass sie im Heim Bekanntschaft mit Drogen gemacht hatte und jetzt irgendwo in einer Suchtklinik im Süden Deutschlands therapiert wird. Irgendwie vermisse ich sie, aber leider hat ja das Jugendamt ihre weitere Erziehung übernommen. Und da will ich mich lieber raushalten.

Aber es sollte noch dicker kommen. Eines Tages, als ich wieder mal bei der ARGE war, da wurde mein Sohn auf dem Schulweg von zwei Burschen überfallen, sowohl Brieftasche, Handy und Haustürschlüssel wurden geraubt. Außerdem wurde er noch verprügelt. Als mein Sohn dann heimkam, setzte er sich auf die Treppe, um auf mich zu warten. Eine hilfsbereite Nachbarin hatte mich dann auf dem Handy angerufen. Als ich zu Hause ankam, da kam auch gleich die Polizei und eine Frau vom Jugendamt war auch da. Die Polizei war da, um die Anzeige aufzunehmen. Als mein Sohn sagte, dass die zwei Burschen gebrochen Deutsch nur sprachen, da sah ich, wie einer der beiden Polizisten den anderen unauffällig am Ärmel zupfte, um dann zu sagen, dass sie so schnell wie möglich zu einem anderen Einsatz müssen und dass sie Morgen vorbeikommen, um die Anzeige zu vervollständigen. Irgendwie verstehe ich das nicht. Aber auch hier hat sich bis heute die Polizei nicht mehr sehen lassen, um die Anzeige aufzunehmen. Verstehe die Welt nicht mehr. Zwei Wochen später kommt ein Schreiben vom Jugendamt, das mein Sohn ins Heim soll, weil ich meiner Erziehungspflicht nicht nachkomme. Ich hätte ihn begleiten sollen, weil ich weiß, dass es eine gefährliche Gegend ist. Außerdem wurde mir zur Last gelegt, dass mein Sohn in den letzten 8 Wochen dreimal die Hausaufgaben vergessen hat. Natürlich habe ich das Recht, meinen Sohn alle vier Wochen Sonntags dort zu besuchen. Jetzt war ich ganz allein.

…„Ist das Leben nicht schön?“

 

Noch eine Stufe tiefer?

 

In letzter Zeit hatte ich Beschwerden. Also zum Hausarzt…und „tolle“ Diagnose, also nen Facharzt für innere Medizin „besuchen“. Überweisungsschein in die Hand und dann Termin gemacht. Als ich dort war, fragte mich gleich die Sprechstundenhilfe nach meiner Krankenkasse. Als ich ihr sagte, dass ich bei einer gesetzlichen bin, da ging sie erstmal ins Hinterzimmer, kam aber gleich wieder und gab mir meine Überweisung zurück. Der Doktor sei überlastet. Erst beim vierten Arzt hatte ich das Glück, nach 3 Stunden ewigen Wartens trotz Termins zum Arzt ins Sprechzimmer zu kommen. Natürlich hat dieser mich gleich zur Behandlung geschickt.

Als ich nach dem Krankenhausaufenthalt nach Hause kam, so lag ein Schreiben der Arge im Briefkasten, dass ab sofort sämtliche Zahlungen eingestellt werden und ich mich an meine Rentenversicherung wenden sollte, damit ich weiterhin Zahlungen bekomme, also auf deutsch: Rente beantragen. Habe ich auch getan, aber die Rentenversicherung lehnte ab, ich wäre noch fähig für den freien Arbeitsmarkt. Also auf zur ARGE, dieses Schreiben gezeigt. Der Sachbearbeiter nahm es an sich, um es zu prüfen und seitdem nichts wieder gehört. Jeder will mich wohl aus Kostengründen loswerden. Habe schon drei Monate keine Miete, Strom und Heizung zahlen können, lebe eigentlich nur vom Ersparten meiner Kinder, welches sich in deren Schränken befand.

Wutentbrannt nochmals zur ARGE, auf den Putz zu hauen. Der Sachbearbeiter lächelte kalt und sagte in zynischen Ton, dass er sich darum kümmern würde, sobald er Zeit habe, andere Leute haben ja auch Probleme, ich wäre ja nicht die Einzige. Da fragte ich ihn, ob er wenigstens 5 Euro übrig habe, damit ich mir nen Strick im Baumarkt kaufen dürfe. Auf seine Arrogante Art und Weise, erwiderte er mir lächelnd, dass wenn ich nicht sofort Ruhe gebe, ich keine Sozialhilfen mehr benötigen würde, er würde schon ein Plätzchen für mich in der „Geschlossenen“ reservieren. Als ich am Hinausgehen war, da gab mir er mir eiskalt lächelnd einen Zettel in die Hand mit dem Hinweis, dass ich einen schriftlichen Antrag des Strickes wegen ausfüllen muss.

Zermürbt bin ich dann nach Hause, musst mich erstmal übergeben, denn nachdem was Heute war, war mir übel. Vorsorglich werde ich wohl den Antrag auf einen Strick ausfüllen und persönlich bei der Arge abgeben, und wenn das meine letzte Handlung ist.  Habe eh nichts mehr zu verlieren.

Und sollte der Antrag wirklich genehmigt worden sein, nen kräftigen Ast an einer Buche im Stadtpark habe ich auch schon gefunden.

…„Ist das Leben nicht schön?“

 

Die ARGE lässt doch niemanden hängen...oder doch?

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Hinweis: Etwaige Ähnlichkeiten mit zufällig noch lebenden oder 

bereits verstorbenen Personen sind nicht beabsichtigt

 

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